1.  MITGLIEDERVERSAMMLUNG
           

Während der diesjährigen Hauptversammlung des Verbandes wurde per Satzungsänderung der Vereinsname geändert in

Verband Kartografischer Verlage in Deutschland (VKViD).

Der Beschluss zu dieser Namensänderung fiel einstimmig. Wir bitten die Mitglieder, den neuen Namen des Verbandes zu notieren. Die Satzungsänderung wurde vom Vorstand damit begründet, dass der alte Name einerseits sachlich unzutreffend und andererseits die Mitgliederschaft nur unzureichend bezeichne.

Die Umbenennung wird anlässlich der Frankfurter Buchmesse durch eine Presseerklärung bekannt gemacht.

 

2.  VG WORT / REPROGRAFIERECHTE


Alle kartografischen Verlage können an der insgesamt nicht unerheblichen Reprografieausschüttung der Verwertungsgesellschaft WORT teilnehmen. Die VG Wort - nähere Informationen über diese Gesellschaft sind unter www.vgwort.de abrufbar - betreibt das Inkasso und die Verteilung der Einnahmen gemäß den §§ 27, 53 u.a. Insbesondere werden die Vergütungen für das Vervielfältigen von Druckerzeugnissen über die VG WORT verteilt.

Anspruchberechtigt sind ebenfalls die Mitglieder des Verbandes. Um in den Genuss der Ausschüttungen zu gelangen, sind die Mitglieder gebeten:

 
einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abzuschließen (kann unter der obigen Web-Adresse abgefordert werden;

der VG WORT alle jene Titel zu melden, die nicht im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) gelistet sind. Die Meldung an die VG WORT muss umfassen: Titel der Karte, Einzelpreis der Karte. Auf der Meldung ist zudem zusammenzufassen die Gesamtzahl der gemeldeten Titel sowie der Gesamtpreis aller Titel.

Die Verlage müssen zudem der VG WORT den im Vorjahr erzielten Gesamtumsatz mit der Meldung mitteilen.

Die oben erwähnte Meldung muss bei der VG WORT jährlich bis zum 31. Oktober eingehen, damit der Verlag bei der Ausschüttung beteiligt werden kann.

Die Ausschüttungen erfolgen im Frühjahr des folgenden Jahres. Die Ausschüttungssumme setzt sich zusammen aus einem "Sockelbetrag" (für jeden Titel gleich), aus einem Faktor für den Ladenpreis (2000 ca. 20 Pf. pro 1.000 DM Ladenpreis) sowie einem Faktor für den Umsatz (2000 etwa 90 DM pro 100.000 DM Umsatz).

Den Mitgliedsverlagen wird angeraten, entsprechende Wahrnehmungsverträge mit der VG WORT abzuschließen sowie die erforderlichen Preis-, Titel- und Umsatzmeldungen rechtzeitig abzugeben.

Weitere Informationen erteilt die Geschäftsstelle des Verbandes.

 
3. VERHANDLUNGEN MIT LANDESSTRASSENBAUÄMTERN
           
Die Verhandlungen des Vorstandes mit verschiedenen Landesstraßenbauämtern wurden fortgesetzt: In Nordrhein-Westfalen soll die Informationsweitergabe künftig im Referat "Vermessung und Grunderwerb " des aus den beiden Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe entstandenen neuen Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen ("Straßen.NRW.") angesiedelt werden. Nach derzeitigen Informationen ist allerdings die Zuständigkeit dieser neuen Einrichtung noch nicht eindeutig geklärt, eine Entscheidung soll bis Ende 2001 fallen. Der Verband strebt einen Gesprächstermin mit der Leitung der neuen Organisation an, da auch die ökonomischen Bedingungen, unter denen Daten von den Verlagen bezogen werden können, noch völlig unklar sind.

Ebenso wird der Vorstand noch in diesem Jahr Gespräche mit der "Leiterkonferenz Straßenbau" (LKS) führen. Den Vorsitz hat hier zur Zeit Herr Dr. Zeichner, Leiter der Abt. Straßenbau im Verkehrsministerium Schleswig Holstein.

Zentrales Thema dieser Verhandlung wird die Zusammenarbeit mit den Organen der Straßenbauverwaltung in den einzelnen Bundesländern sein. Der Verband geht hier davon aus, dass der Bezug von digitalen oder analogen Bestandsdaten künftig gebührenpflichtig sein wird, möchte aber seinen Einfluss auf die Gebührengestaltung geltend machen.

Die Informationen über laufende Baumaßnahmen und Planungen, so die Position des Verbandes, müssen aber auch künftig kostenlos an die Verlage weitergegeben werden, da die Veröffentlichung des steuerfinanzierten Straßenneubaus in kartografischen Erzeugnissen dem Informationsgebot der Straßenverwaltung an die Bürger dient, gleich zu setzen mit der Berichterstattung in der Presse. Von der Leiterkonferenz erhoffen wir uns eine in diese Richtung gehende Empfehlung an die Verkehrsministerien der Länder. Auch diese Gespräche wird Herr Zimmermann führen.

 
4.DEUTSCHER KARTOGRAFENTAG
           

Zwischen dem 1. und 6. Oktober findet in Berchtesgaden der 50. Deutsche Kartografentag unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten statt. Motto der Tagung ist "Kartografie alpiner Regionen". Der Vorsitzende des Verbandes, Franz Pietruska, wird an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Von der nationalen zur europäischen Karte" teilnehmen. Die Moderation dieser Veranstaltung übernimmt Prof. Dr. Ingrid Kretschmer (Wien). Herr Pietruska wird die Gelegenheit auch nutzen um zu kritisieren, dass die "amtliche" Kartografie immer noch völlig überhöhte Konditionen für den Bezug digitaler Informationen veranschlagt und auch bei der Lizenzeinräumung vielmals nicht nachvollziehbare Entscheidungen trifft.

Das Programm des Kartografentages ist erhältlich bei der

Deutschen Gesellschaft für Kartographie ev.
Dipl.-Ing. Uwe G.F. Kleim
Einsteinstr. 9
85521 Ottobrunn
Fax: 089/ 6094136

Anmeldungen sind bei Herrn Kleim oder online über
www.kartographen-tag.kartoraphie-dgfk.de möglich.

 
5. URHEBERRECHT
           

Das Bundesministerium der Justiz hat einen Gesetzentwurf für ein neues Urhebervertragsrecht an den Bundestag weitergeleitet, der verschiedene für die Verlage inakzeptable neue Regelungen vorsieht. So soll künftig den Urhebern gemäß §32 eine "angemessene Vergütung" zustehen. Die "Angemessenheit" soll dem Entwurf zufolge daran gemessen werden, was in der jeweiligen Branche üblicherweise gezahlt wird.

Gemäß §32 kann der Urheber nach Ablauf von dreißig Jahren den Verlagsvertrag kündigen - allerdings mit Einschränkungen: nur wenn die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nach Abwägung der Interessen beider Vertragspartner "unangemessen" ist und wenn dieses die "Gesamtumstände" erlauben. Nicht mehr enthalten im Regierungsentwurf ist eine - zunächst geplante - völlig einseitige und unbegründete Kündigung allein durch die Urheber.

In §36 wird geregelt, dass die Urheber- und Werknutzerverbände "gemeinsame Vergütungsregeln" (Tarifverträge) aufstellen. Sofern diese Verbände sich nicht verständigen können, wird ein Schiedsgerichtsverfahren angeordnet.

Wenn die Urheber ihre Vergütungsansprüche einer Verwertungsgesellschaft übertragen, wird diese "Tarifpartner" für die Werknutzer.

Den Autoren soll es zugestanden werden, rückwirkend über zehn Jahre die "Angemessenheit" der Honorare für freiberufliche Leistungen überprüfen zu lassen. Prinzipiell ausgeschlossen werden nach dem neuen Regierungsentwurf sog. "buy-out-Verträge" (pauschale Honorarleistungen), mit denen sich ein Verlag mehrfache Nutzungsformen einer freiberuflichen Leistung durch eine Honorarzahlung sicherte.

Der Entwurf liegt der Geschäftsstelle vor und kann dort schriftlich abgefordert werden.

Gegen die Verabschiedung dieses Gesetzentwurfes, der derzeit dem Bundestag zur Entscheidung vorliegt, hat sich eine breite "Verlagskoalition" entwickelt. Unter der Federführung des Börsenvereins wurde ein "Verlegeraufruf" gegen die Verabschiedung dieses Gesetzes initiiert, an dem sich über 150 prominente Verleger beteiligen und der jüngst in ganzseitigen Zeitungsanzeigen veröffentlicht wurde.

Der Bundestag hat zunächst die weitere Beratung der Gesetzesnovelle an den Rechtsausschuss weitergeleitet. Dieser hat Mitte September eine öffentliche Anhörung und Beratung des Gesetzentwurfes entschieden; ein Termin hierfür steht noch nicht fest.

Der Vorstand des Verbandes hat sich in seiner letzten Sitzung am 12. September ausführlich mit dieser Problematik befasst; er sieht derzeit keine Notwendigkeit einer eigenen politischen Aktivität, da der Protest gegen die geplante Verabschiedung des Gesetzes bereits auch die Interessen der kartografischen Verlage einschließt. Über mögliche Konsequenzen, die sich aus einer Verabschiedung des Gesetzes für die Mitglieder ergeben können, wird der Vorstand auf einer kommenden Sitzung beraten.

 
6. BILDUNGSSOFTWAREATLAS
           

Mit dem bildungssoftwareatlas ist eine neue online-Datenbank im Netz, die die unterschiedlichsten Softwareangebote - offline oder online - für viele unterschiedliche Bildungssituationen zusammenfasst. Der "Atlas" informiert kostenlos über das aktuelle Softwareangebot für alle Lernbereiche - vom Kindergarten über Schule, berufliche Aus- und Weiterbildung, Hochschule bis hin zum privaten Lernen.

Diese Datenbank kann auch für die Mitglieder des Verbandes von Interesse sein, denen es auch offen steht, ihre entsprechenden Produkte in den "Atlas" einzutragen. Der Atlas wendet sich gezielt an Endverbraucher. Zur Zeit werden etwa 10.000 Nutzer der Datenbank monatlich registriert. Der "Atlas" wird mit gezielten Mailing-Aktionen, mit Anzeigenschaltungen u.a.m. beworben. Projektträger sind das Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft (IBI) an der TU Berlin sowie das Institut für Bildungsmedien Frankfurt am Main.

Der bildungssoftwareatlas erfasst die bibliographischen Angaben der Programme ebenso wie die Benutzerkonditionen und informiert zu jedem einzelnen Produkt über Inhalte, Zielgruppe, Auszeichnungen und Testergebnisse, technische Voraussetzungen, Preise und Lizenzen. Externe Experten prüfen die Kommentierung der einzelnen Produkte.

Diesem VR liegt eine ausführliche Information über die online-Datenbank bei. Weitere Informationen - über die Aufnahme der Software, Konditionen etc. - sind jederzeit erhältlich bei:

Frau Petra K. Reinschmidt
Telefon: 0 69 / 70 90 46
E-Mail: reinschmidt @ vds-bildungsmedien.de

Der bildungssoftwareatlas ist unter der Webadresse www.bs.atlas.de erreichbar.

 
7. WEB-AUFTRITT DES VKViD
           

Der Verband ist bereits seit geraumer Zeit unter der Netzadresse

www.kartografie-verband.de

erreichbar. Dieser Webauftritt wird derzeit typographisch und gestalterisch modernisiert.

In diesem Zusammenhang werden die Mitglieder gebeten, ihre Selbstdarstellungen auf der Seite "Mitglieder" zu überprüfen und ggf. Änderungen bzw. neue Texte an die Geschäftsstelle des Verbandes zu mailen (E-Mail: Andelic @ vds-bildungsmedien.de). Sollten bis Mitte Oktober keine Rückmeldungen erfolgt sein, übernimmt die Geschäftsstelle die bestehenden Eintragungen.

 
8. NEUES MITGLIED
           

Die Firma

Bernhard Spachmueller
Ing.-Buero f. Kartographie
O'Brien-Str. 3, D-91126 Schwabach
Telefon: 0 91 22 / 87 90 - 420
Telefax: 0 91 22 / 87 90 - 429
E-Mail: bs @  b-spachmueller.de
Internet: www.b-spachmueller.de

ist neu in den Verband aufgenommen worden. Das Unternehmen erbringt seit 1992 Dienstleistungen im Bereich der Kartografie und Geo-Information. Zu den Kunden gehören u.a. namhafte Verlage, Städte und Landkreise sowie andere öffentliche Aufgabenträger. Im Mittelpunkt steht die Erstellung von optisch ansprechenden, gut lesbaren und exakten Karten. Zu den Aufgaben gehört auch die Erstellung von Geo-Datenbanken. Bereits seit 1992 wird computergestützt gearbeitet. Es kommen neben gängiger graphischer Software selbstverständlich auch GIS-Programme zur Verarbeitung von Vektor- und Rasterdaten zum Einsatz. Endprodukte sind nicht nur die klassische Karte im Offsetdruck, sondern auch digitale Großformatdrucke, CD-ROM-Produktionen oder Internetanwendungen.

 

Mit freundlichen Grüßen
VERBAND KARTOGRAFISCHER VERLAGE IN DEUTSCHLAND e. V.

Andreas Baer