1. MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2007
 
            

Die Hauptversammlung des Verbandes fand am 25. April 2007 in Frankfurt am Main statt. Dabei wurde der Vorstand des Verbandes neu gewählt.

    * Franz Pietruska (Pietruska Verlag) wurde von der Versammlung in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt.
    * Frau Dagmar Ludewig (Busche Verlagsgesellschaft) wurde als stellvertretende Vorsitzende ebenfalls in ihrem Amt wiedergewählt.
    * Michael Menzel (iPUBLISH GmbH) wurde in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt.
    * Die Mitgliederversammlung kooptierte Günter Süß (CartoTravel Verlag) erneut zum per­manenten Kollegialmitglied im Vorstand.
    * Alle Kandidaten wurden in indivi­duellen Wahlgängen – bei Enthal­tung der Kandidaten - in den Vorstand gewählt.



Somit setzt sich der Vorstand für eine weitere Amtsperiode wie folgt zu­sam­men:

    * Franz Pietruska (Vorsitzender)
    * Dagmar Ludewig (stellvertretende Vorsitzende)
    * Michael Menzel (Schatzmeister)
    * Günter Süß (Kollegialmitglied)

Jahresbericht des Vorstandes:

Der Vorsitzende begrüßte den Präsidenten der Deutschen Gesell­schaft für Kartogra­phie Dr. Aschenberner sowie Prof. Dr. Hertin (Berlin) als Gäste der Versammlung. Er begrüßte zudem die neuen Mitglieder im Verband , namentlich den Verlag Esterbauer GmbH (Rodingsdorf/Österreich), den Bielefelder Verlag (Bielefeld), die Borch GmbH (Wörthsee), die Firma Kartographie Huber (München), den Polyglott Verlag (München), den Verlag Michael Müller GmbH (Erlangen), die Firma Digitale Kartographie Frank Ruppenthal GmbH (Karlsruhe und die Stiefel Eurocart GmbH (Lenting). Erfreulich für unseren Verband sei der Mitgliederzuwachs auf nun 24 Unternehmen, die zu mehr als 80 % die deutsche Kartografie-Verlagsbranche repräsentieren.

Herr Pietruska fasste in seinem Bericht die wichtigsten Aktivitäten des vorausgegangenen Vereinsjahres zusammen. Dabei erinnerte er an die politische Lobbyarbeit des Vorstandes im Zusammenhang mit dem DDGi, dem Deutschen Dachverband für Geoinformation in Berlin, der Treffen mit Parlamentariern und Ministerialbeamten organisiert und während der auch die Positionen des VKViD vorgetragen werden. An dieser Lobbyarbeit, führte Herr Pietruska aus, nahmen verschiedene Vorstandsmitglieder teil; sie ist in ihrer Wirkung grundsätzlich langfristig zu beurteilen.

Weitere zentrale Themen der Verbandarbeit bezogen sich auf die INSPIRE-Thematik der EU und auf das Informationsweiterverwendungsgesetz (IWG).

Was die INSPIRE-Richtlinie betrifft, hatte der Vorstand entschieden, sich in die laufende Entscheidungsphase der Richtlinie einzuschalten. INSPIRE soll EU-weit den Umgang, Austausch und die gemeinsame Nutzung von GEO-Daten regeln, die mit Steuergeldern erschaffen und gepflegt werden. Die zentrale Frage hier ist, ob der Zugang zu diesen Daten frei oder kostenpflichtig geregelt werden soll.

Das Informationsweiterverwendungsgesetz (IWG) wurde im Dezember von der EU verabschiedet. Die Aktion des Verbandes fand vor dem Hintergrund statt, dass die Vermessungsverwaltungen den Nutzern ihrer Daten Lizenzzahlungen berechnen, im Gegenzug aber selbst ihre Daten für verlegerische, also Geschäftszwecke, nutzen. Dieses bedeutet eine klare Benachteiligung der Wirtschaft, erklärte der Vorsitzende.

In beiden Fällen unternahm der Verband umfangreiche Briefaktionen, um die Positionen der kartographischen Verlage zu verdeutlichen. Sehr viele Parlamentarier wie auch betroffene Länderminister reagierten auf die Initiative des Verbandes – interessierten Mitgliedern steht die umfangreiche Korrespondenz zur Verfügung.

Die Resonanz auf die IWG-Aktion des Verbandes war sehr unterschiedlich: einerseits ziehen sich die Behörden komplett aus dem Eigenvertrieb von kartografischen Leistungen zurück (NRW), andererseits beharren andere auf einen umfänglichen Vertrieb kartografischer Materialien aufgrund einschlägiger Landesgesetze, vornehmlich immer zur touristischen Landesentwicklung (Hessen, Saarland, SWH).

Das IWG regelt weiterhin nur die Fälle, in denen Behörden den ihnen zugedachten Auftrag verlassen und über diesen hinaus verlegerisch tätig werden. Dies ist jedoch nie der Fall, da die Landesgesetze die Aktivitäten der Behörden "decken".

Es ist zu prüfen, inwieweit diese Landesgesetze dem Staatsauftrag entsprechen. Herr Pietruska führte aus, dass der Verband dieses rechtlich prüfen lassen wolle.

Während einer Besprechung im Frühjahr 2007 in der SPD-Fraktion des Mainzer Landtags monierte der Vorsitzende die zunehmende verlegerische Betätigung der Landesvermessungsverwaltung Rheinland-Pfalz, ohne dass allerdings bis heute erkennbare Ergebnisse vorliegen. Der Vorstand will auf diese Politik gleichwohl nicht verzichten, da sie alternativlos ist.

Herr Pietruska erklärte weiter, dass er unter dem Titel „Aufgaben und Ziele des Verbandes der Kartografischen Verlage in Deutschland" zwei Vorträge in Stuttgart und Essen hielt auf Einladung der entsprechenden Sektion der DGfK.

Darüber hinaus war der Verband gegenüber der VG WORT in München aktiv, um hier die Interessen der Mitglieder zu vertreten.

Herr Pietruska wies darauf hin, dass die Auseinandersetzung um die urheberechtliche Qualifikation von Karten auch die künftige Verbandsarbeit zentral prägen werde; weitere Hauptthemen des VKViD werden die Inspire-Richtlinie wie das IWG sein.

 

Die stellvertretende Vorsitzende, Frau Ludewig, erläuterte die Jahresrechnung 2006. Demzu­folge schloss das Zahlenwerk mit Einnahmen von rund 5.500 €, die Ausgaben betrugen rund 4300 €. Im Saldo ergebe sich ein kleines Plus von 1200 €. Frau Ludewig erläuterte ferner die Mittelverwendung und den Ver­mögensstatus des Verbandes und resümierte, dass die finanzielle Lage der Situation des Verbandes angemessen sei. Insgesamt sei das Verbandsvermögen auf 9.877,41 € gestiegen; der Betrag enthalte aber noch Teile der Umlage aus dem Jahr 2003 für das seinerseits angefertigte Gutachten Prof. Hertin. Da auch in der Zukunft mit weiteren rechtsanwaltlichen Unterstützungen zu rechnen sein wird, sei dieser Betrag wohl angelegt. Fragen zur Jahresrechnung ergaben sich nicht.

Der Vorstand wurde bei Enthaltung der Betroffenen einstimmig entlastet.

Die Mitgliederversammlung beschloss den vorgelegten Etat für 2007 einstimmig. Er geht von Einnahmen in Höhe von ca. 9.200 € aus; zusammen mit den nicht verbrauchten Beiträgen des Jahres 2006 ergibt sich eine Gesamtliquidität von ca. 19.000 €. Die geplanten Ausgaben haben ein Volumen von ca. 13.000 €. Darin enthalten sind Aufwendungen für weitere Rechtsberatung zum Thema „Verlegerische Tätigkeit der öffentlichen Hand“ und „Informationsweiterleitungsgesetz“, für die Pflege der Homepage und für Anzeigenschaltungen/PR-Arbeit.

Nach der Wahl des Vorstandes (s.o.) setzte die Mitgliederversammlung die Beiträge für das Jahr 2007 fest. Sie betragen unverändert bezogen auf den Umsatz nach Selbsteinschätzung:

€ 300,00
€ 375,00
€ 450,00

Die Beitragsrechnungen werden alsbald an die Mitglieder versendet. In der Mit­gliederversammlung wurde darauf hingewiesen, dass indi­viduelle Abweichungen von dieser Beitragsstaffel nicht akzeptiert werden können. Die von der Mitglie­derversammlung festgesetzte Beitragsstaffel ist für jedes Mit­glied bindend.

Verwertungsgesellschaft WORT: Die Herren Baer und Mascha informierten ausführlich über ihr Gespräch im März mit der VG WORT, bei dem grundsätzliche Fragen in der Zusammenarbeit zwischen der Verwertungsgesellschaft und den Mitgliedsverlagen mit dem stellvertretenden Geschäftsführer der VG WORT, Dr. Thoms, erörtert wurden. Die Herren Mascha und Baer stellten die Bereiche vor, in denen die VG WORT auch für die Mitglieder die Nebenrechtsverwertung übernimmt. Sie empfahlen, mit der VG WORT einen Wahrnehmungsvertrag zu schließen.

Den Mitgliedern wurde besonders auch das neue Konzept der VG WORT, METIS (MEldesystem für Texte auf InternetSeiten) vor. Hierüber sollen künftig auch Lizenzzahlungen für die Fälle ermöglicht werden, in denen private Nutzer digitale Werke oder Teile von Werken aus dem Internet für eigene Zwecke herunterladen. Das METIS-Systems ging am 1. Januar 2007 an den Start. Das Verfahren kennzeichnet sich vereinfacht dargelegt dadurch, dass die Verlage sich elektronisch bei der VG WORT für die Teilnahme am System anmelden. Dort erhalten die Verlage sog. „Zählpixel“, die sie selbst in die Online-Produkte einprogrammieren lassen müssen. „Metis“ registriert/zählt die Abrufe der so gekennzeichneten Produkte; die Zählung bietet anschließend die Basis für die Vergütung. Weitere Informationen zu diesem System sind bei Herrn Mascha (Städte-Verlag) erhältlich (Tel. 0711/5762-233).

"Informationsbeschaffung/Kontakte zu Straßenbauverwaltungen": Bedingt durch viele neue Mitglieder informierte Herr Süß über Probleme in der jüngeren Vergangenheit mit deutschen Straßenbauverwaltungen, und zwar in Form von hohen Kosten für deren Zuarbeiten/Informationen. Damals wurde der Verband (federführend durch Herrn Zimmermann und Herrn Baer) in dieser Angelegenheit, durch persönliche Gespräche in den problematischen Bundesländern, mit Erfolg tätig. Die anwesenden Mitglieder stellten fest, dass es derzeit keinen Aktionsbedarf gebe. Falls in Zukunft hier wieder Handlungsbedarf besteht, mögen sich die Mitglieder wieder an den Verband (auch direkt an die Herren Baer oder Süß) wenden.

 
      2.
        

VKVID E.V.
 
            

Der Verband der Kartographischen Verlage in Deutschland firmiert nunmehr unter „e.V.“, nachdem er am 20. April 2007 vom Amtsgericht Frankfurt am Main in das Vereinsregister unter der Nummer 13693 eingetragen wurde. Damit wurde der VKViD rechtsfähig und kann nunmehr in einem bestimmt definierten Umfang Rechtsgeschäfte tätigen, die auch verbindlich für die Mitglieder sein können (z.B. Gesamtverträge mit anderen Vereinen, Organisationen etc.).

Während des Eintragungsverfahrens des VKViD in das Vereinsregister bestand das Registergericht auf geringfügigen redaktionellen Änderungen der neuen Satzung. Diese betrafen vor allem § 4 Abs. 2, § 8 Abs. 1, § 9 (7) und § 9 (8). Die nunmehr geänderte und bei Gericht eingetragene Satzung ist diesem Rundschreiben als Anlage beigefügt.

 
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NEUE MITGLIEDER
 
            

Neue Mitglieder im Verband sind folgende Firmen:

BVA Bielefelder Verlag
Ravensberger Straße 10 F
33602 Bielefeld
Telefon: 05 21 / 59 55 - 41
Telefax: 05 21 / 59 55 - 10
www.bva-bielefeld.de

Borch GmbH
Am Anger 3
82237 Wörthsee
Telefon: +49 (0)8153 88109 0
Telefax: +49 (0)8153 88109 10
www.borch.com

Verlag Esterbauer GmbH
Hauptstraße 31
A-3751 Rodingersdorf / österreich
Telefon: +43 29 83 / 2 89 82 - 0
Telefax: +43 29 83 / 2 89 82 - 500
www.esterbauer.com

Kartographie Huber
Dürrstraße 1
80992 München
Telefon: 0 89 / 14 30 30
www.kartographie.de

Verlag Michael Müller GmbH
Gerberei 19
91054 Erlangen
Telefon: 0 91 31 / 81 28 08-0
Telefax: 0 91 31 / 81 28 08-60
www.michael-mueller-verlag.de

Polyglott Verlag
Mies-van-der-Rohe-Straße 1
80807 München
Tel: 089-36096-0
Fax: 089-36096-222
www.polyglott.de

 
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GESCHÄFTSVERBINDUNGEN / BEWERBUNGEN
 
            

Claus Goebel sucht für den Geographie-Unterricht an der Förderschule Geistige Entwicklung Kartenmaterial und Material zur Erarbeitung von Grundlagen des Raumes Bad Oeynhausen / Raum Minden sowie des Harzes. Mitglieder, die helfen können, wenden sich direkt an:

Schule Wittekindshof
Claus Goebel
Langenhagen 51
32549 Bad Oeynhausen

Mario Gaffke wird voraussichtlich im Mai sein Abitur ablegen und interessiert sich für eine Ausbildung zum Kartografen (auch als Mediengestalter/-designer). Herr Gaffke sendet gerne seine kompletten Bewerbungsunterlagen an interessierte Verlage.

Mitgliedsunternehmen, die an den Bewerbungsunterlagen interessiert sind, wenden sich bitte direkt an Herrn Gaffke (Kontakt: Telefon 0228/473307).

Mit freundlichen Grüßen
VERBAND KARTOGRAFISCHER
VERLAGE in DEUTSCHLAND

Andreas Baer